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Aikempo

Oooohgott! Schon wieder ein neuer Stil! Nein, nicht wirklich. Im Grunde fühle ich mich meiner Herkunft, dem Shaolin Kempo, eng verbunden. Ich habe mich aus zwei Gründen entschieden, einen anderen Namen zu wählen:
Erstens stört viele das Wort "Shaolin". Shaolin Kempo hat nun mal nichts mit dem berühmten Tempelboxen zu tun. Der Name wurde von Dshero Khan einst gewählt, weil er werbewirksam ist und durch die Kombination von chinesischen und japanischen Worten auf die vielfältigen Wurzel des Systems hinweist. Nicht nur Anfänger sind davon verwirrt. Auch der Shaolin Tempel selbst ist über die Nutzung seines wohlklingenden Namens für alle möglichen Nahkampfsysteme wenig erfreut.
Zweitens bin ich gezwungen, die Möglichkeiten des Shaolin Kempo bis ins Letzte auszureizen, da viele meiner Schülerinnen und Schüler teilweise stark bis mehrfach behindert sind. Die motorischen Fähigkeiten des Einzelnen ergeben sehr individuelle Ausführungen ein und der selben Technik bzw. Kombination. Beispielsweise kann eine Verteidigung im Rollstuhl ebenso präzise und effektiv wie im Stehen sein. Nur, dass eben die Arme alle Beintechniken ersetzen und der Rollstuhl das Äquivalent zur Fußhaltung ist. Ist es deswegen kein Kempo mehr? Doch.
Bei einer schönen (und wettkampftauglichen) Kampfkunst passt sich der Ausführende dem Stil an. Doch bei einer effektiven Kampfkunst passt sich der Stil immer dem Ausführenden an.
Mit dem neuen Namen nehme ich mir stärker als bisher die Freiheit heraus, das System an das Individuum anzupassen. Aikempo - die harmonische Faustkampfmethode.