[Rohling] [Holz] [Formen] [Finish]

Das Formen

Nimm am besten die Umrisse eines Bokken, mit dem du schon trainiert hast und das gut in der Hand lag. Für mehrere Bokken lohnt sich eine Schablone. Beim Herausarbeiten lassen sich Form und Gewichtsverteilung noch den eigenen Vorlieben anpassen. Zum Ausschneiden der groben Form eignet sich eine Tischkreissäge. Man muss aber beim Schwertrücken darauf aufpassen, dass man nicht in den zukünftigen Klingenkörper hineinsägt.
Als erste Feinarbeit wird mit dem Hobel die Schneide ausgeformt. Hierzu wird der Rohling am späteren Griffende in den Schraubstock eingespannt. Lass das Griffstück so lange wie möglich eckig, um es zum Bearbeiten immer gut einspannen zu können. Danach wird der Rücken mit einem Schabhobel bearbeitet. Der Schabhobel ist wegen seiner kurzen Sohle geeignet. Mit einem normalen Hobel ist die Bearbeitung der Krümmung nahezu unmöglich.
Dann kommt der Griff an die Reihe. Hierzu wird das Bokken am Klingenkörper mit einem Tuch als Dämpfmaterial eingespannt. Lass den Querschnitt des Griffs eiförmig, so kannst du während des Kampfes immer die Lage der Schneide feststellen. Achte darauf, dass der Griff gut in deiner Hand liegt. Griff und Klinge müssen (!) eine Linie bilden, wenn man Rücken oder Schneide entlang peilt. Die Klinge sollte sich nicht verdrehen (quasi so, als wenn man Wasser aus einem Tuch herausdrückt). Achte darauf, dass Rücken zu Klinge parallel verlaufen und die beiden Klingenseiten gespiegelt sind.
Am Ende kann (muss aber nicht) eine Spitze angebracht werden. Es gibt auch stumpfe Bokken, bei denen die Spitze genauso aussieht wie das Griffende (Bild oben).