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Die folgenden Informationen sind größtenteils dem Nachschlagewerk Ostasiatische Kampfkünste - Das Lexikon entnommen und leicht gekürzt. Mein herzlichster Dank an Werner Lind und den BudoStudienKreis für die freundliche Genehmigung.

Die ältesten Holzschwerter

Dao (chin): Überbegriff für alle Schneidewerkzeuge. Meist ist mit dem Begriff Dao jedoch der Säbel gemeint, die Waffe der Krieger und Soldaten. Die ältesten antiken Säbel waren aus Hartholz, das zuerst mehrere Jahre in Wasser und dann in Öl gelagert wurde, um es zu härten. Ca. 2500 v.Chr. gab es die ersten Stein- und Jadesäbel - sie dienten aber hauptsächlich rituellen und dekorativen Zwecken. Erst in der Frühlings- und Herbstperiode (Chunqiu) und später in der Zeit der kämpfenden Reiche (Changuo) tauchte der Säbel aus Eisen auf dem Schlachtfeld auf.
Der Säbel wird der Wandlungsphase Metall (Wuxing) zugeordnet. Die Techniken sind einfacher und direkter als die des Schwertes. Durch seine gebogene Klinge erlaubt der Säbel direkte und offensive Angriffe und durch seine Massivität sind gleichzeitig auch harte Blöcke und Abwehrtechniken möglich. Die Offiziere der kaiserlichen Garde mussten ein Examen ablegen, in dem sie mit dem Eisensäbel eine daumendicke Kupferstange durchzuschlagen hatten. Manche schafften auch drei Stangen mit einem einzigen Schlag.