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Vom Kenjutsu zum Budo

Kenjutsu wurde anfangs entweder mit dem richtigen Schwert oder dem Bokken betrieben. Erst wurden Kämpfe mit der blanken Klinge verboten. Doch es gab dennoch zahlreiche Tote, da die Kämpfe mit dem Stockschwert ausgefochten wurden. So wurde auch diese Form des Kämpfens verboten. Die ersten Ryu führten daher Anfang des 18 Jh. die Übung mit dem Shinai als reguläre Trainingsmethode ein. Yamada Heizaemon begann auch erstmals mit einer Schutzausrüstung zu experimentieren, die den Kopf und die Unterarme bedeckte.
Alle Stile hatten einen philosophischen Hintergrund. Nach außen lehrten sie den Umgang mit dem Schwert,
doch in Wirklichkeit richteten sie es gegen das eigene Ich. Auch wenn es viele tausend Schwertkämpfer in Japan gab, die dies nicht verstanden und durch üble Taten das Schwert in Verruf brachten, waren es dennoch einige wenige, die den "Weg des Schwertes" gingen und auf deren Geist sich heute das Budo begründet. Dieser Geist machte ihre Größe aus. Große Lehrer des Schwertes in Japan  machten aus der Kampfkunst eine Philosophie, die nachhaltig den Weg des Budo beeinflussen sollte.
In der Meiji Zeit ließ das Interesse an den eigenen Kampfkünsten in Japan sehr nach.
Die 1874 gegründete Polizeitruppe (Battô tai) jedoch hielt die Schwertkunst aufrecht und konnte bei der Satsuma Revolution 1877 die Krieger des Jigen-ryu in Schach halten. Viele berühmte Schwertmeister unterrichteten bei der Polizei.