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Kendo

(jap): "Weg des Schwertes", japanische Kunst des Schwert- und Stockfechtens, aus dem kriegerischen Kenjutsu entwickelt und heute als Kampfkunst des Budo geübt.
Die Meiji Regierung erlitt einige Rückschläge in ihren Modernisierungsplänen, vor allem durch mehrere Rebellionen. Die Samurai waren mit den Beschlüssen der neuen Regierung nicht einverstanden, da sie ihren Stand und ihre Rechte verloren. Die Regierung ließ daraufhin das Tragen von Schwertern verbieten. So geriet auch das Üben der Schwertkunst in die Illegalität.
Obwohl das Bushido auszusterben begann, überlebte das Kenjutsu. Sakakibara Kenkichi (1830 - 1894) unterstützte den Wandel zum Kendo besonders, da er Fechtvorführungen veranstaltete und die Schwertkunst den Menschen näher brachte. Schließlich reichte er bei der Regierung ein Bittschreiben ein und bat darum, eine Fechtgesellschaft gründen zu dürfen, die Fechtvorführungen im ganzen Land veranstaltet. Er begründete sein Vorhaben mit den Schwierigkeiten der Samurai ihren Lebensunterhalt zu verdienen, da die Regierung ja das Tragen von Schwertern verboten hatte.
Er erhielt die Erlaubnis und am 11. April 1873 wurde die erste Fechtvorstellung in Tokyo eröffnet. Dies waren die ersten Bemühungen das Kenjutsu in die Öffentlichkeit zu bringen, denn bisher durfte das Volk noch nicht einmal beim Training zusehen. Wann dafür die Bezeichnung Kendo zum ersten Mal gebraucht wurde, ist nicht eindeutig nachzuweisen, es wird vermutet, dass sie um 1900 von Abe Tate gegründet wurde.